Turmkräne

Aufstellung

Turmkräne müssen von speziell ausgebildetem Personal aufgestellt werden. Wenn man einen Kran aufstellt, muss man die Anweisungen des Lieferanten befolgen – speziell bezüglich Unterlage, Toleranzen, Sicherung der Kranspur usw. Nach der Aufstellung muss man den Kran anmelden und seine Belastbarkeit prüfen.

Der Kran muss auf einer tragfähigen Unterlage mit sicherem Abstand zu Böschungen und Ausschachtungen angebracht werden. Bewegliche Teile auf dem Kran dürfen nicht zu einer Klemmgefahr führen – der Abstand zwischen Kranteilen und Gebäuden, Konstruktionen und Materialien muss mindestens 0,50 m betragen.

Während der Aufstellung ist Folgendes wichtig:

  • Schilder mit der zulässigen Belastung anbringen.
  • Höhenstopp, Betriebsendstopp und Notstopp kontrollieren.
  • Signalgeräte (Klingel/Hupe) kontrollieren.
  • Anweisungsbuch und Akte sind im Führerhaus vorhanden.
  • Den Kran zusammen mit dem Kranführer Probe fahren, so dass eventuelle Fehler behoben werden, bevor der Monteur den Platz verlässt.

Es muss ein Personenaufzug auf dem Kranen vorhanden sein, wenn der Zugangsweg zum Fahrerhaus mehr als 25 m beträgt. Dies gilt jedoch nur, wenn der Kran mehr als 2 Monate lang aufgestellt ist und dies praktisch und technisch möglich ist.

Es müssen Warnschilder mit dem Text vorhanden sein: „Treten Sie nicht unter eine hängende Last. „, wenn der Kran auf Flächen mit Verkehr verwendet wird. Die Schilder müssen leicht lesbar und deutlich sichtbar sein.

Kranspur

Anforderungen an Kranspuren:

  • Man muss die Kranspur auf eine tragfähige Unterlage legen. Materialien, die aufgeweicht werden können und damit die Stabilität des Krans beeinträchtigen können, muss man abgraben und durch anderes tragfähiges Material (wie eine Schotterbettung, die in dünnen Schichten ausgelegt und nach jeder Lage festgewalzt wird).
  • Die Kranbahn kann eventuell gemäß dem Anweisungsbuch in Beton gegossen werden.
  • Man muss die Kranspur entwässern und die Schienen so zurichten, dass die Toleranz für Abstand und Höhenunterschied einhalten werden kann.
  • Man muss Schienenstöße so ausführen, dass eine steife Verbindung der Schienenenden sichergestellt ist. Sie werden von doppelten oder besonders breiten Querschwellen unterstützt.
  • Man muss die Spur so legen, dass ein sicherer Abstand zwischen der Spur und Böschungen, Ausschachtungen, feststehenden Teilen und Materialauflagen bleibt.

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Wenn die Spur gelegt ist, muss kontrolliert werden, dass:

  • die Spurweite angemessen gesichert ist und die vom Lieferanten vorgeschriebenen Maße und Toleranzen eingehalten werden – und dass es einen gleitenden Übergang zur Kurvenfahrt gibt,
  • auf der Spur auf jeder Schiene feste Endanschläge aufgesetzt sind, die angemessen weit, mindestens jedoch 30 cm, von der äußersten Schienenunterstützung entfernt sind. Die Endanschläge müssen so angebracht sein, dass sie am Spurende gleichzeitig vom Kran berührt werden,
  • dieBetriebsendanschlag der Fahrmaschinerie so angebracht ist, dass der vollständig abgebremst ist, bevor er den festen Endanschlag erreicht,
  • Boggies (Laufräder) gerade auf den Schienen stehen und dass auf ihnen Schienenräumer, Blinkleuchtenbügel und Schienenkrallen befinden,
  • der Kran mit Vorrichtungen versehen ist, die sicher stellen, dass er bei Achsbruch oder Entgleisung nicht umfallen kann.

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Es muss ausgeschlossen sein, dass ein auf Schienen fahrender Kran eine Person anfahren kann, z.B. in Situationen, in denen kein völliger Überblick über die Fahrfläche besteht. Dem kann man dadurch begegnen, dass man die Fahrfläche absperrt oder dass man den Kran mit einem nachgebenden Berührungsstopp ausrüstet. Man sollte eine Kranspur kontrollieren, indem man durch die Kurven fährt, bevor die Monteure die Baustelle verlassen.

Zusammenstoß

Wenn sich mehrere Turmkräne auf dem selben Platz befinden, darf nicht die Möglichkeit bestehen, dass sie miteinander kollidieren können. Beim Parken muss der Ausleger in der Lage sein, unabhängig von der Windrichtung einzuschwenken, ohne dass das Risiko eines Zusammenstoßes mit anderen Kränen oder Gebäudeteilen besteht.

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