Fassaden- und Maurergerüste

Fassaden- und Maurergerüste müssen zu den auszuführenden Arbeitsaufgaben passen. Dies gilt unter anderem auch für die Tragfähigkeit, Breite und Höhe. Auf der Baustelle muss immer eine Gebrauchsanweisung auf Dänisch vorliegen, aus der u.a. hervorgehen muss, wofür das Gerüst verwendet werden soll.

Das Gerüst muss auf einem festen Untergrund stehen. Falls das Gerüst aufgebockt werden muss, hat der Klotz stabil und höchstens 20 cm hoch zu sein. Das Gerüst muss gegen Umkippen gesichert sein.

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Hierzu muss das Gerüst an der Fassade/Konstruktion sicher befestigt werden. Folgen Sie der Gebrauchsanweisung über die Befestigung des Gerüsts.

Die Komponenten des Gerüsts dürfen nicht verformt oder von Rost befallen sein, ebenso müssen die einzelnen Teile zusammen passen.

Für die Montage, die Änderung oder den Abbau von Gerüsten über 3 m zuständige Personen müssen für diese Aufgabe ausgebildet sein.

Möchte der Benutzer des Gerüsts selbst kleine Änderungen am Gerüst wie z.B. ein Verschieben von Konsolen durchführen, darf dies nur nach Absprache mit dem Unternehmen erfolgen, das das Gerüst aufgebaut hat.

Transport

Verwenden Sie grundsätzlich Paletten, Barellen und Rahmencontainer, um die Teile des Gerüsts vom Lagerplatz zum Fahrzeug und vom Fahrzeug an den Ort zu befördern, an dem das Gerüst stehen soll.

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Das Material ist mit einem Gabelstapler oder ähnlichem zu transportieren.
Am Montageort lassen sich auch Handkarren verwenden.

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Auch für das Hinauf- und Hinunterheben der Gerüstteile sind geeignete technische Hilfsmittel zu verwenden. Dabei kann es sich um einen am Boden montierten elektronischen Aufzug mit einer erhöhten Hebekonsole oder einen Gerüstaufzug handeln.

Ein Handaufzug darf nur im Zusammenhang mit der Anbringung und dem Abbau von Netzen und Abfallschächten sowie für wenige Gerüstteile verwendet werden.

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Anbringung

Verwenden Sie nur intakte originale Teile oder Teile, die Sie mit Sicherheit kombinieren können. Befolgen Sie die Anweisungen der Anbringungsanleitung, wenn Sie das Gerüst zusammenbauen, versteifen und befestigen müssen.

Besondere Risiken

Wenn auf dem Gerüst Konsolen, Abschirmungen, Kunststoff oder Netze angebracht sind, muss die Anzahl der Befestigungen erhöht werden, siehe Gebrauchsanweisung.

Man muss eine Konstruktionsberechnung anfertigen, wenn das Gerüst in anderer Weise aufgestellt wird als auf die Standardweise, die in der Aufstellungsanleitung zu sehen ist.

Ausschilderung

Wenn das Gerüst aufgestellt, verändert oder herabgenommen wird, muss es abgesperrt und mit Schildern ausgestattet werden, die darauf hinweisen, dass es nicht benutzt werden darf.

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Wenn das Gerüst fertig montiert ist, muss an allen Zugangswegen eine Inbetriebnahmegenehmigung angebracht werden. Das Schild muss darüber informieren, welche Funktion das Gerüst hat und womit es belastet werden kann, und es muss das Errichtungsdatum sowie das Inspektionsdatum enthalten.

Belastung des Gerüstgeschosses

Gerüste sind in Klassen eingeteilt, wie in der Belastungstabelle angegeben. Die Belastungstabelle setzt voraus, dass nur ein Gerüstniveau mit 100% und eines mit 50% belastet werden darf. Die übrigen Ebenen dürfen nur belastet werden, wenn der Gerüstaufsteller hierzu seine Zustimmung erteilt hat.

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Gerüstbreiten

Das Gerüst (die Arbeitsgeschoss) muss eine solche Breite haben, dass die Arbeit ordentlich, ergonomisch korrekt und in der Weise durchgeführt werden und man die erforderlichen technischen Hilfsmittel anwenden kann.

Wenn die Breite eines Geschosses 60 cm beträgt, dürfen auf dem Geschoss normalerweise nur leichtere Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Die Breite muss 120 cm betragen, wenn man Fenster auswechselt und mit Hochdruckreiniger arbeitet. In der Branchenanleitung erfahren Sie Näheres über Normblätter für Gerüste.

Aufgänge

Das Gerüst muss mit Treppen, Steigleitern oder Leitern ausgestattet sein, die man verwenden muss, um auf das Gerüst zu steigen. Bei Gerüsten, auf denen mehr als 2 Personen gleichzeitig arbeiten, vorhanden sein. Dies gilt, wenn das Gerüst höher als 5 m und länger als 10 m ist.

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Das Aufgangsfeld muss das obere zusammenhängende Geschoss erreichen. Zugangslöcher auf dem Gerüstboden müssen mit einer Klappe, die man schließen kann, gesichert sein.

Abstand zur Fassade

Man muss Gerüste so dicht an der Fassade anbringen, wie es mit Hinblick auf die Arbeitsaufgabe möglich ist. Wenn der Abstand zur Fassade mehr als 0,30 m beträgt, muss ein Innengeländer vorhanden sein.

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Geländer

Bringen Sie immer ein Geländer oder eine andere wirksame Absperrung an, wenn eine besondere Gefahr besteht, vom Arbeitsgeschoss, von der Arbeitsplattform, vom Zugangsweg o.ä. herabzustürzen. Geländer bestehen aus einer Handleiste in 1,0 Meter Höhe, einer Knieleiste in 0,5 Meter Höhe und einem Fußbrett von mindestens 0,15 m.

Abschirmung

Es muss eine niedrige Absperrung oder Abschirmung, die die Umgebung sichern kann, wenn die Gefahr besteht, dass Baumaterial oder Ausrüstung vom Gerüst herabstürzen kann, aufgestellt werden.

Gerüstgeschoss

Das Gerüstgeschoss muss tragfähig und steif sein, und sie muss das gesamte Gerüst ausfüllen. Sie muss entsprechend den geltenden Normen und Standards dimensioniert und ausgeführt werden. Es muss die erforderliche Stärke, Steife und Stabilität sichern. Vermeiden Sie Überlappungen auf dem Gerüstboden, da sonst die Gefahr besteht, dass man daüber stolpert und fällt. Lassen sich Überlappungen nicht vermeiden, müssen sie mindestens 25 cm betragen. Keilförmige Stücke erleichtern das Fahren mit Schubkarren und Steinwagen.