Zugangswege

Es müssen immer sichere und angemessene Zugangswege zu Gebäuden, Baugruben und Gerüsten usw. eingerichtet werden. Die Zugangswege werden ohne Löcher und Niveausprünge eingerichtet, und sie werden von Abfall und Materialien frei gehalten.

Treppen

Sie sollten die bleibenden Treppen der Gebäude so früh wie möglich einrichten, so dass diese als Zugangswege zum Platz verwendet werden können. Denken Sie daran, dass Geländer sowohl an der Treppe entlang als auch um die Treppenabsätze angebracht sein müssen, bevor die Treppe in Gebrauch genommen wird.

adgangsveje-1-kap-4-tysk

Auf den Treppenabsätzen müssen vollständige Geländer mit Hand-, Knie- und Fußleiste angebracht werden. Im Treppenlauf sind Fußleisten normalerweise entbehrlich.

Stellen Sie Treppentürme auf, wenn es nicht möglich ist, bleibende Treppen zu verwenden.

Leitern

Leitern dürfen Sie nur als Zugangsweg bei geringen Höhen und nur dann verwenden, wenn auf ihnen geringer Verkehr herrscht. Sie dürfen nur leichte Materialien und leichte Werkzeuge transportieren, die man in einer Hand tragen kann.

Leitern müssen oben gut befestigt sein und eine zweckmäßige Neigung haben, so dass sie stabil stehen. Es muss ein Griff oder Handgriff etwa 1 m über dem obersten Niveau vorhanden sein.

Fahrwege

Die Wege auf dem Bauplatz müssen so groß und in so gutem Zustand sein, dass der gesamte gehende und fahrende Verkehr sicher erfolgen kann.

  • Trennen Sie den fahrenden und gehenden Verkehr voneinander.
  • Richten Sie die Fahrbahnen als Einbahnstraßen ein.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit, dass schwere und lange Fahrzeuge gezwungen werden, zurück zu setzen. Dort wo dies nicht zu vermeiden ist, werden Verfahren dafür entwickelt, wie das Zurücksetzen in vernünftiger Weise erfolgen kann. Das kann z.B. dadurch erfolgen, dass das Zurücksetzen von einem „Einweiser“ gesteuert wird oder das Rückwärtswarnsignale angebracht werden.
  • Richten Sie die Wege so ein, dass Sie geeignete technische Hilfsmittel verwenden können.
  • Entfernen Sie regelmäßig Schmutz auf Wegen und in Gräben.

Es muss leicht sein, Schnee zu schaufeln und auf den Wegen zu streuen. Wenn mit Nachtfrost zu rechnen ist, müssen Sie streuen.. Frostfreie Streugutdepots und niedrig liegende, entwässerte Schneedepots sollten vor dem Winter bereit stehen.

In trockenen Perioden kann es erforderlich sein, die Fahrwege zu befeuchten, um die Verbreitung von Staub zu verhindern.

Aufbau und Unterlage

Es ist von Vorteil, wenn man die künftigen Wohnungswege und Parkflächen als Bauplatzwege nutzt.

Die provisorischen Wege auf dem Bauplatz müssen auch so aufgebaut werden, dass sie vom Schwerverkehr unabhängig von der Wetterlage erreicht werden können. Daher müssen Sie sie entwässern, so dass sie nicht aufweichen.

Die Wege können z.B. oberhalb des Geländes liegen und mit Gräben ausgestattet sein, die das Wasser wirksam zu einer permanent Abwasserleitung leiten.

Gehwege

Die Gehwege müssen höher liegen als das übrige Gelände oder in anderer Weise höher gebaut sein, damit sie jederzeit begehbar und frei von Wasser und Schmutz sind.

adgangsveje-2-kap-4-tysk

Die Gehwege werden so eingerichtet, dass es möglich ist, auf ihnen Flachwagen, Sackwagen, Schubkarren und andere geeignete technische Hilfsmittel zum Transport von Materialien usw. zu verwenden.

Während dieser Arbeit darf es nicht zu einer Vermischung mit dem schweren fahrenden Verkehr, wie Lastwagen, Baggern, Teleskopladern o.ä. kommen.

Beim Transport von Materialien muss der Mindestabstand auf den Gehwegen 80 cm betragen, aber es kann erforderlich sein, sie breiter anzulegen.

Bei Zugangswegen, die ausschließlich von Personen verwendet werden sollen, kann die Breite auf 60 cm eingeschränkt werden.

Zwischen dem Parkplatz und der Bauhütte muss es möglich sein, sich mit normalem Schuhwerk zu bewegen. Zwischen Bauhütte und Arbeitsplatz muss es möglich sein, sich mit Arbeitsschuhwerk zu bewegen. Bei Erdarbeiten muss es möglich sein, sich auf den Wegen mit Gummistiefeln zu bewegen.

Niveausprünge im Gelände müssen durch passende Treppen oder Rampen behoben werden.

Fluchtwege

Die Fluchtwege müssen im Plan für Sicherheit und Gesundheit (SiGe-Plan) beschrieben sein, der auch beschreiben muss, wer sie einrichten, warten und entfernen muss.

Erwägen Sie in folgenden Fällen Fluchtwege:

  • Arbeiten in Ausschachtungen oder Baugruben,
  • Arbeiten auf Dächern,
  • Bei Dachpappearbeiten, bei der immer zwei Zugangs-/Fluchtwege verfügbar sein müssen,
  • Bei Rohrverlegung in Verbindung mit Abwasser, Wasser, Fernwärme, Gas usw.
  • Arbeiten beim Abriss von Gebäudeteilen,
  • Aufstellung von Gerüsten und Arbeiten auf Gerüsten,
  • Arbeiten in geschlossenen Räumen, Brunnen usw.
  • Arbeiten in Aufzügen, auf Gabelstaplern, Kränen, Masten, Schornsteinen o.ä. Es muss möglich sein, an Ort und Stelle Hilfe herbei zu rufen, z.B. um im Notfall herunter gelassen zu werden.
  • Arbeiten in Kanälen, Rohren o.ä.
  • Arbeiten in Belüftungshohlräumen, Dachräumen o.ä.
  • Aufenthalt in Bauhütten, Mannschaftswagen, Containern usw.
  • bei denen die Arbeitsumgebungen überschwemmt werden können.
  • Bei denen die Beschäftigten gesundheitsgefährdenden Stoffen und Materialien ausgesetzt werden können.

Es muss normalerweise Fluchtwege in mindestens zwei Richtungen geben. Wenn es nicht möglich ist, diese einzurichten, muss eine visuelle Überwachung, Kontakt zu einer oder mehreren Personen oder andere besondere Maßnahmen geben, die den Arbeitsplatz sichern.

Der einzelne Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, dass der Bedarf an Flucht- und Evakuierungswegen im Zusammenhang mit der eigenen Arbeit beurteilt wird, bevor die Beschäftigten die Arbeit auf dem Platz aufnehmen. Wenn diese Beurteilung Änderungen in der Planung des Bauherren erforderlich macht, muss dies mit dem Bauherrn geklärt werden.

Bauhütten

Richten Sie die Bauhüttenanlage so ein, dass das Parken und die Lagerung von Materialien zwischen den Bauhütten nach Möglichkeit vermieden wird.

Leitungen für Strom, Abwasser und Telefon müssen zweckmäßig angebracht werden, so dass die einzelnen Bauhütten leicht mit einander verbunden werden können.

Die Bauhütten müssen eine gute Beleuchtung haben, so dass man sich sicher orientieren kann. Die Wasser- und Abwasserleitungen müssen gegen Frost gesichert sein.

Sie sollten auf Folgendes Rücksicht nehmen, wenn Sie die Bauhüttenanlage errichten:

  • Es muss einen Zugangsweg zu einer öffentlichen Straße oder einem öffentlichen Parkplatz geben.
  • Der Abstand zu den Arbeitsplätzen darf nicht zu groß sein.
  • Man muss von einer öffentlichen Straße oder einem öffentlichen Parkplatz aus zu der Bauhüttenanlage gelangen können, ohne einen Bereich durchqueren zu müssen, in dem man einen Helm tragen muss.
  • Man muss unabhängig vom Wetter mit leichtem Schuhwerk von der öffentlichen Straße zu den Bauhütten gelangen können.
  • Bringen Sie die Bauhütten so an, dass es mindestens 2,5 m Abstand zwischen den Fensterseiten besteht. Damit ist für genügend Tageslicht gesorgt.
  • Es müssen Fluchtwege in mindestens zwei Richtungen von allen Bauhütten aus vorhanden sein. Die Wege müssen mindestens 2 m breit sein, und sie dürfen nicht durch Material oder sonstiges versperrt sein.
  • Bringen Sie die Bauwagen an Stellen an, wo sie vor herabfallenden Materialien geschützt sind und möglichst wenig durch Staub oder sonstige Luftverschmutzung, Lärm, Vibrationen, Geruchsbelästigung usw. beeinträchtigt werden.

Am Arbeitsplatz muss ein Telefon vorhanden sein, das die Beschäftigten nutzen können.