Arbeiten auf Dächern

  • Unabhängig von Höhe und Dachneigung muss man Sicherheitsmaßnahmen treffen, wenn eine besonders große Gefahr besteht, dass man herunterfällt oder wenn es besonders gefährlich ist, vom Dach zu fallen.
  • Man muss Materialien und Werkzeuge dagegen sichern, dass sie herunterrutschen oder vom Wind hinuntergeworfen werden.
  • Arbeiten an oder auf Dachüberhängen o.ä. können mit einem Gerüst gesichert werden.
  • Man muss bei der Wahl von Sicherheitsmaßnahmen auf die Art der Arbeit, die Witterungsverhältnisse, die Art der Dachfläche, auf die Frage, in bzw. auf was man fallen kann sowie eine Kombination der genannten Faktoren usw. achten.
  • Löcher in der Dachfläche müssen immer mit Geländern oder einer tragfähigen Abdeckung gesichert werden.

Flache Dächer unter 15 Grad

Man muss Geländer entlang der Dachkante anbringen, wenn dort gearbeitet wird, oder wenn man sich auf Dächern mit einer Neigung unter 15° aufhält und wenn die Dachkante gleichzeitig mehr als 3,5 m über dem Gelände liegt.

arbejde-paa-tage-1-kap-4-tysk

Wenn auf einer rutschfesten Unterlage und bei guten Wind- und Wetterverhältnissen gearbeitet wird, kann man in besonderen Fällen darauf verzichten, Gelände bis zu 5 m über dem Gelände zu errichten.

Man kann das Geländer durch eine deutliche und haltbare Markierung 2 m von der Dachkante ersetzen, wenn die Arbeit es nicht erfordert, dass man näher als diese 2 m an die Kante herankommt. In diesem Fall darf man sich nicht außerhalb dieser Markierung aufhalten oder dort Material anbringen.

Die Markierung muss mindestens aus Kegeln bestehen, zwischen denen sich Markierungsleisten, Ketten o.ä. befinden. Minenstreifen dürfen nicht verwendet werden.

Wenn eine Mauerkrone als Geländer dienen soll, muss sie mindestens 1 m hoch sein.

Schrägdächer über 15 Grad

Bei Arbeiten auf Schrägdächern müssen Sicherheitsvorkehrungen gegen Absturz getroffen werden, wenn der Dachfuß mehr als 2 m über der Unterlage liegt und wenn man in einer Höhe von mehr als 5 Metern arbeitet oder sich dort aufhält.

arbejde-paa-tage-2-kap-4-tysk

Wenn das Gerüst als Sicherheit bei Dacharbeit auf Neigungsdächern verwendet wird, muss es mit einer Abschirmung ausgestattet sein, die mit Sicherheit eine Person, die vom Dach fällt, aufhalten kann. Abschirmungen müssen mindestens 1 m hoch und eine parallele Linie 1 m über der Dachfläche decken. Verwenden Sie z.B. Stahlnetz, Sperrholzplatten o.ä.

Das Arbeitsgeschoss des Gerüstes darf höchstens 0,5 m unter dem Dachfuß liegen.

Weitere Anforderungen
Bitte beachten Sie, dass Kellerhälse, Lichtschächte, spitze Gegenstände o.ä., die für eine herabstürzende Person eine Gefahr darstellen, unter allen Umständen – ungeachtet der Fallhöhe – Sicherheitsmaßnahmen erfordern.

Dächer mit einer Neigung von 15° oder mehr:
Verwenden Sie Dachleitern, wenn es glatt ist, sofern es nicht vertretbar ist, auf Latten zu gehen.

Dächer mit einer Neigung von 34° oder mehr:
Stellen Sie Abschirmungen auf, so dass kein Beschäftigter irgendwann in mehr als 5 m senkrechtem Abstand von der nächsten Abschirmung entfernt arbeitet.

Verwenden Sie immer Dachleitern, sofern es nicht vertretbar ist, auf den Latten zu gehen.

Dächer mit einer Neigung von mehr als 60°:
Stellen Sie Abschirmungen auf, so dass kein Beschäftigter irgendwann in mehr als 2 m senkrechtem Abstand von der nächsten Abschirmung entfernt arbeitet.

arbejde-paa-tage-4-kap-4-tysk

Verwenden Sie immer Dachleitern, sofern es nicht vertretbar ist, auf den Latten zu gehen.

Anforderungen an Geländer bei Dacharbeiten

arbejde-paa-tage-5-kap-4-tysk

Auf der Baustelle zu konstruierende Geländer

Auf der Baustelle zu konstruierende Geländer sind gemäß der Norm EN/DS 13374 über provisorische Geländer oder mindestens gemäß einem entsprechenden Sicherheitsniveau zu erstellen.

Das für das Geländer verwendete Holz muss von einer guten Handelsqualität und frei von größeren, durchgehenden Maserknollen oder sonstigem sein, das die Festigkeit des Holzes vermindern kann. Gemäß der Norm bedeutet dies, dass man mindestens Holz der Klasse C16 verwenden muss.

Ein Geländer muss so stabil sein, dass es einer Person standhält, die sich anlehnt oder ins Geländer hineinfällt, und es muss eine Stütze darstellen, wenn man am Geländer entlang geht. Die Zepter müssen einer Punktbelastung von 1,25 kN (entsprechend 125 kg) an der Stelle standhalten, an der die Handleiste befestigt ist, ohne sich mehr als 25 mm von ihrer ursprünglichen Platzierung zu verschieben.

Arbeiten an Giebeln

Wenn dichter als 2 m vom Giebel entfernt gearbeitet wird, ist immer ein Geländer aufzustellen.

arbejde-paa-tage-52-kap-4-tysk

Das Geländer ist mit einem Sicherheitsniveau zu etablieren, das einem Geländer der Klasse A entspricht, mit einer Höhe von mindestens 1 Meter.

Bei Arbeiten von kurzer Dauer – höchstens vier Stunden – kann man ausnahmsweise eine geeignete Absturzschutzausrüstung verwenden,

Arbeit auf vorhandenen Dächern

Untersuchen Sie genau den Aufbau und die Tragkraft des Dachs, bevor Sie mit der Reparatur oder dem Umbau beginnen.

Einige Dächer haben eine Dachbekleidung oder eine Lattenunterlage, die nicht standhalten können, wenn man auf ihnen geht. Dies gilt z.B. für durchsichtige Wellplatten, Glasplatten, PVC-Platten und die meisten Eternitplatten, wenn der Abstand zwischen den Latten größer als 0,46 m ist.
Wenn die Latten nicht tragfähig sind, müssen Sie durch nach Festigkeit sortierte Latten ersetzt werden, die das Kennzeichen T1 und den Namen des Herstellers tragen.
Stege mit Geländer zum offenen Dach hin können die Mitarbeiter gegen ein Durchstürzen absichern. Hängen Sie Sicherheitsnetze zwischen die Stege.

Verwenden Sie nie Sicherheitsnetze als die einzige Absicherung. Es verhindert nicht, dass man durch das Dach stürzt.

Bedachungsbrücken

Verwenden Sie solide Bedachungsbrücken, um die Sicherheit zu erhöhen, und vermeiden Sie, dass die Dachdecker ihre Beinmuskeln mehr als notwendig beanspruchen.

Bedachungsbrücken und Plattformen sollten grundsätzlich waagerecht sein, so dass man sich leicht auf dem Dach bewegen kann.