Jugendliche unter 18 Jahren

Beschäftigt ein Unternehmen Jugendliche unter 18 Jahren, gelten zahlreiche Sonderregeln und Bestimmungen. Die Regeln erstrecken sich über Altersbegrenzungen, Arbeitszeiten, Arten von Arbeitsaufgaben und technische Hilfsmittel usw.

Hier werden einige der wichtigsten Regeln in Bezug auf den Arbeitsschutz Jugendlicher beschrieben. Diese werden ebenfalls in Bezug auf die einzelnen Maschinen und Werkzeuge in diesem Handbuch beschrieben.

Die Arbeit Jugendlicher unter 18 Jahren darf im Allgemeinen nicht Folgendes beinhalten:

  • Gefährliche Stoffe und Materialien (mit Gefahrenkennzeichnung versehen) oder Räume, in denen diese Produkte verwendet werden und diese sich auf den Jugendlichen auswirken können.
  • Anheben von Lasten über 12 kg.
  • Ein Schieben und Ziehen, das gesundheitsschädlich für den Jugendlichen ist.
  • Einseitig belastende Arbeiten von längerer Dauer.
  • Gefährliche Maschinen und technische Hilfsmittel, z.B. Schneidwerkzeuge, Motorkettensägen, Förderer, Kräne und anderes Hebewerkzeug, Schweißausstattungen, vibrationsbelastendes Handwerkzeug, Bagger und Lader.
  • Arbeiten, die eine Absturz- oder Einsturzgefahr bergen.

APB
Beschäftigt das Unternehmen Jugendliche unter 18 Jahren, sind die Gefahren, denen die Jugendlichen im Unternehmen ausgesetzt sind, gesondert in der Arbeitsplatzbeurteilung (APB) des Unternehmens zu beschreiben. Die Forderung nach einer APB gilt jedoch nicht für Familienunternehmen oder Arbeit im Privathaushalt des Arbeitgebers.

Ausbildung und Anweisung
Der Arbeitgeber hat für eine gründliche Ausbildung und Anweisung der Jugendlichen zu sorgen, damit sie ihre Arbeit vollkommen ordnungsgemäß erledigen können. Der Jugendliche hat unter einer effizienten Aufsicht einer Person zu stehen, die das 18. Lebensjahr vollendet hat und über das notwendigen Wissen in Bezug auf die Arbeit verfügt.

Kontakt zu Eltern
Arbeitgeber, die Jugendliche beschäftigen, die jünger als 15 Jahre und schulpflichtig sind, haben die Eltern oder den Vormund des Jugendlichen über die Beschäftigung zu informieren. Die Information umfasst u.a. Angaben über die Dauer der Arbeitszeit, eventuelle Unfall- und Krankheitsgefahren u.a.m.

Jugendliche und Schüler in einer Berufsausbildung
Viele der angegebenen allgemeinen Verbote für Jugendliche gelten nicht für Jugendliche, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, wenn die Arbeit ein notwendiger Teil einer qualifizierenden Berufsausbildung ist. Dies umfasst üblicherweise die traditionellen Gesellenausbildungen sowie Schüler im Praktikum während einer beruflichen Grundausbildung. Zu nennen ist auch der Fall, dass der Jugendliche seine Berufsausbildung vor Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen hat.

Ganz gleich, ob der Jugendliche unter 18 Jahren in der Ausbildung ist oder nicht, gilt nach wie vor ein Beschäftigungsverbot bei:

  • Arbeitsabläufen mit Explosionsgefahr.
  • Arbeit, die den Umgang mit Druckflaschen beinhaltet.
  • Arbeit unter hohem Luftdruck, z.B. in Druckkammern und bei Taucherarbeit.
  • Arbeit, die eine Erstickungsgefahr in einer sauerstoffarmen Atmosphäre.
  • Arbeit, bei der der Jugendliche körperlichen Belastungen ausgesetzt wird, auf kurze oder lange Sicht schädlich für ihre Gesundheit oder Entwicklung sind, und unnötige körperliche Belastungen sowie unzweckmäßige Arbeitspositionen oder Bewegungen sind ebenfalls zu vermeiden. Dies bedeutet, dass:
    • Jugendliche nicht mit Arbeit beschäftigt werden dürfen, bei denen die Geschwindigkeit von einer Maschine vorgegeben wird.
    • das Heben schwerer Lasten üblicherweise nicht 12 kg überschreiten darf.
    • Die Gesamtbelastung bei von Hand durchgeführten Schüben oder Zügen keine Gefahr für die Sicherheit oder Gesundheit darstellen darf.
    • Arbeiten, die ein kontinuierliches manuelles Handling erfordert, welches kraftbetont oder körperlich anstrengend ist, sind auf eine kürzere Dauer zu begrenzen.