Arbeitsplatzbeurteilung

Alle Unternehmen mit Beschäftigten haben eine schriftliche Arbeitsplatzbeurteilung (APB) zu formulieren. Die APB gewährleistet eine Systematik bei der Arbeitsschutzarbeit und trägt zur Vermeidung von Unfällen und Schäden bei.
Das Unternehmen hat sicherzustellen, dass die APB die folgenden fünf Elemente oder Phasen bei der APB-Arbeit enthält:

  • Identifikation und Erfassung des gesamten Arbeitsschutzes des Unternehmens.
  • Beschreibung und Beurteilung der Arbeitsschutzprobleme des Unternehmens.
  • Einbeziehung der krankheitsbedingten Fehlzeiten im Unternehmen.
  • Prioritätensetzung von Lösungen für die Arbeitsschutzprobleme des Unternehmens und Erstellung eines Handlungsplans.
  • Vorgaben für die Weiterverfolgung des Handlungsplans.

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Als Unternehmen können Sie die Methode zur Erstellung einer APB selbst wählen, aber ihr Inhalt ist im Arbeitsschutzgesetz festgelegt. Eine APB muss mindestens folgende Beurteilungen enthalten:

  • Körperliche Belastungen (z.B. Lärm, Kälte und Zugluft).
  • Chemische Belastungen (z.B. Fugenmasse).
  • Biologische Belastungen (z.B. Ansteckungsgefahr).
  • Ergonomische Belastungen (z.B. Arbeitspositionen und schweres Heben).
  • Psychische Belastungen (z.B. Zeitdruck).
  • Unfallgefahr (z.B. Arbeiten in der Höhe).

Bauunternehmen arbeiten oftmals außerhalb ihres Mutterbetriebs. Für Ihre Arbeit mit der APB ist es daher wichtig, sich zu überlegen, ob bei der Beurteilung besondere Arbeitsschutzprobleme berücksichtigt an der wechselnden oder vorübergehenden Arbeitsstätte zu berücksichtigen sind. In diesen Fällen kann die APB von den allgemeinen Arbeitsfunktionen ausgehen. Falls an einer oder mehreren Arbeitsstätten besondere Umstände herrschen, die für die Ausführung der Arbeit von Bedeutung sind, muss dies aus der APB hervorgehen.

Die APB kann von den typischen Arbeitsaufgaben des Unternehmens ausgehen. Auf der jeweiligen Baustelle können besondere Umstände vorliegen. Die besonderen Umstände können z.B. aus dem Angebotsmaterial oder aus dem Plan des Bauherrn hervorgehen. Das Unternehmen hat die APB anzupassen, falls auf der Baustelle besondere Umstände herrschen.APB anzupassen, falls auf der Baustelle besondere Umstände herrschen. Es ist wichtig, Richtlinien dafür abzustecken, wie die APB an die besonderen Umstände anzugleichen ist.

Der Teil der APB des Unternehmens, der von der Arbeit auf der konkreten Baustelle handelt, muss für alle Beschäftigten auf der Baustelle zugänglich sein.

Falls jemand im Unternehmen mit gefährlichen Stoffen und Materialien arbeitet, ist eine besondere chemische APB zu erstellen.

Beschäftigt das Unternehmen Jugendliche unter 18 Jahren, sind die Gefahren für die Jugendlichen gesondert in der APB des Unternehmens zu beschreiben.

Die APB muss schriftlich verfasst werden und im Unternehmen verfügbar sein – sowohl für Mitarbeiter, Betriebsleiter als auch die Arbeitsaufsichtsbehörde.

Wenn sich der Arbeitsschutz ändert, müssen Sie die APB angleichen. Dies kann z.B. der Fall sein, falls Sie neue Arbeitsabläufe einführen, neue Maschinen kaufen oder falls sich ein Unfall ereignet. Die APB ist mindestens alle 3 Jahre zu überarbeiten. Die Unternehmensführung und die Beschäftigten müssen im gesamten APB-Verlauf zusammenarbeiten.

Der Arbeitgeber trägt die übergeordnete Verantwortung für die Einbeziehung der Arbeitsschutzorganisation und der Beschäftigten in die Planung, Durchführung und Weiterverfolgung der APB.

Erfahren Sie unter www.bar-ba.dk oder bei staatlich zugelassenen Arbeitsschutzberatern und der Arbeitsaufsichtsbehörde mehr über die APB in Bauunternehmen.