Arbeit in geschlossenen Räumen und Brunnen

Sorgen Sie immer dafür, Unfällen durch Erstickung, Vergiftung o.ä. vorzubeugen.

Seien Sie besonders vorsichtig bei Arbeiten in u.a.:

  • Brunnen,
  • Pumpenhäusern,
  • Tunneln,
  • Rohrleitungen,
  • Silos,
  • Schächten und ähnlichen Orten.

Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht in geschlossenen Räumen, Brunnen, Leitungen usw. arbeiten, wenn das Risiko des Erstickens besteht oder wenn Explosionsgefahr besteht.

Vieles von dieser Arbeit wird besonders gefährliche Arbeit sein. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber eine schriftliche Beurteilung mit Maßnahmen anfertigen muss, damit die Arbeit unter sicheren Bedingungen ausgeführt werden kann.

Sind am Arbeitsplatz Beschäftigte von mehr als einem Arbeitgeber tätig, muss der Bauherr für die Arbeit einen Plan für Sicherheit und Gesundheit anfertigen.

Brunnenarbeit

Bei Arbeiten in Brunnen o.ä. muss immer mindestens ein Wächter zur Verfügung stehen. Er muss die ganze Zeit mit den Personen, die im Brunnen arbeiten, in Verbindung stehen. Oft wird auch ein Helfer benötigt, den der Wächter schnell herbeirufen kann.

Bevor die Arbeit beginnt:

  • Kontrollieren Sie, ob die Brunnenseiten und Steigleitern intakt sind.
  • Eventuelle Schäden müssen sofort ausgebessert werden.
  • Der Brunnen muss effektiv gelüftet sein – blasen Sie, falls erforderlich, frische Luft hinein.
  • Vor dem Abstieg wird kontrolliert, ob die Luft im Brunnen sauber und genügend sauerstoffhaltig ist. Wiederholen Sie die Messung, während im Brunnen gearbeitet wird.
  • Messen Sie Sauerstoffgehalt, Schwefelwasserstoff und explosive Stoffe.
  • Personen, die in Brunnen arbeiten, müssen bei Gefahr hinaufgebracht werden können. Verwenden Sie immer Heberiemen und Seil. Das Seil muss mit einem Dreibein mit Hebewinde o.ä. verbunden sein.
  • Die Beschäftigten müssen im Gebrauch von Rettungsausstattung usw. geschult und geübt sein.

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Wenn es notwendig ist in einen Brunnen hinab zu steigen, der nicht in angemessener Weise belüftet werden kann, so gilt Folgendes:

  • Verwenden Sie einen geeigneten (mit Luft versorgten) Atemschutz.
  • Werkzeug, Geräte, Beleuchtung und Kleidung müssen gegen Funken gesichert sein.
  • Der Wächter muss mit einem zusätzlich mit Luft versorgten Atemschutz ausgerüstet sein.

Wenn Explosionsgefahr besteht, sind Rauchen und offenes Feuer beim Brunnen verboten.

Heberiemen

Ein Hebeseil, das an einem Heberiemen befestigt ist, ist oft die einzige Möglichkeit, eine Person aus einem Brunnen zu retten. Das kann z.B. der Fall sein, wenn der Betreffende verletzt worden ist und bewusstlos ist, weil Gas oder zu wenig Sauerstoff im Brunnen ist.

Eine bewusstlose Person kann nicht von Hand aus einem Brunnen herausgezogen werden. Daher muss ein geeignetes Hebewerkzeug über dem Brunnen montiert werden.

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Ein Fahrzeug mit mechanischer Winde kann auch als Hebewerkzeug verwendet werden, wenn es möglich ist, das Fahrzeug dicht genug am Brunnen zu platzieren. Das muss geschehen, bevor jemand in den Brunnen hinunterkriecht, und es muss möglich sein, die Winde auch manuell zu bedienen, wenn der mechanische Zug versagt.

Der Wächter muss in der korrekten Bedienung der Rettungsausrüstung geschult sein, und er muss wissen, wann er schnell Hilfe herbeirufen muss.

Abwasserleitungsarbeit

Für die Arbeit an Abwasseranlagen, die sich im Gebrauch befinden, gelten besondere Bestimmungen. Es erfordert Wissen und Schulung, in Abwasserleitungen zu arbeiten. Personen, die die meiste Zeit des Tages in Abwasserleitungen arbeiten, müssen entsprechend den Anforderungen der Gewerbeaufsicht geimpft sein.

Messen Sie Sauerstoffgehalt, Schwefelwasserstoff und explosive Stoffe.

Verwenden Sie immer die Arbeitskleidung, die für die konkrete Aufgabe am besten geeignet ist. Wenn die Kleidung nass wird, muss es möglich sein, sich stattdessen saubere und trockene Kleidung anzuziehen.

Es sind insbesondere ein separater Baderaum und eine separate Umkleide sowie eine getrennte Arbeitskleidung/Straßenkleidung sowie ein Bad nach Beendigung der Arbeit vorgeschrieben.

Persönliche Hygiene

Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie auf die Toilette gehen, bevor Sie essen und nehmen Sie eventuell direkt nach Beendigung der Arbeit ein Bad.

Sie müssen sich umgezogen haben, wenn Sie essen, damit Sie nicht beim Essen Ihre Arbeitskleidung tragen.

Geschlossene Räume, Leitungen usw.

Es dürfen keine Arbeiten in Rohrleitungen unter 1,2 m Durchmesser ausgeführt werden. Man kann bei der Gewerbeaufsicht beantragen, von dieser Bestimmung befreit zu werden. Eine solche Befreiung wird nur in ganz besonderen Fällen erteilt, und in diesem Fall muss man eine ganze Reihe besonderer Maßnahmen ergreifen. Es muss u.a. ein detaillierter Plan mit Maßnahmen vorliegen, um auf andere Weise Sicherheits- und Gesundheitsrisiken bei der Arbeit zu vermeiden.

Die Arbeit darf nur kurze Zeit dauern und die Arbeitszeit in der Rohrleitung muss begrenzt werden.

In Katastrophenfällen kann von den besonderen Maßnahmen dort abgewichen werden, wo dies zwingend erforderlich ist. In solchen Fällen sollte die Arbeitsschutzorganisation auf Richtlinien und Verfahren zurückgreifen können, und danach sollte immer eine Bewertung in der Arbeitsschutzorganisation erfolgen.

In solchen Fällen muss man normalerweise Kreuzriemen mit Knöchelbindung verwenden, um die Person herausziehen zu können.

Es muss einen Zwischenposten geben, wenn der Wächter keinen Kontakt zu den Personen in der Rohrleitung oder im Brunnen halten kann. Er muss sich zwischen dem Arbeitsplatz und dem Wächter aufhalten, und er muss mit beiden kommunizieren können.

Fernwärmeanlage

Bei Arbeiten in Fermwärmeanlagen muss man vermeiden, dass man sich Verbrennungen zuzieht, und gleichzeitig dafür sorgen, dass die allgemeinen Bestimmungen für Arbeiten in Brunnen, Leitungen und geschlossenen Räumen befolgt werden.

Die Beschäftigten müssen Zugang zu kaltem Wasser haben, wenn sie in Bereichen arbeiten, wo die Temperatur über der normalen Temperatur liegt.

Arbeit in engen Räumen ist anstrengend. Die Arbeitszeit sollte deshalb begrenzt werden. Es müssen regelmäßige Pausen eingehalten werden, und es muss zwischen verschiedenen Arbeitsaufgaben gewechselt werden.

Sorten Sie außerdem dafür, dass ältere Fernwärmeanlagen z.B. an Rohren/Rohrbögen  eine Asbestisolierung enthalten.