Anlagenarbeit mit Wasser

Es gelten besondere Sicherheitsanforderungen für Arbeit in der Nähe von Wasser, z.B. Häfen, Kais, Brücken, Wasserläufen, Seen und Deiche.

Die Planung der Aufgabe soll gefährliche Arbeitsprozesse verhindern. Ist das nicht möglich, müssen an der Lösung der Aufgabe immer mehrere Personen zusammen arbeiten, so dass niemand allein arbeitet.

Das Seefahrtamt ist die Behörde, die für den Arbeitsschutz in der Seefahrt zuständig ist.

Die Richtlinien dieser Behörde für Bauarbeiten auf See finden Sie unter www.sofartsstyrelsen.dk.

Als Daumenregel gilt, dass bei Arbeiten, die auf dem Wasser durchgeführt (Schiff und Plattform) werden, aber an Land verankert sind, die Regeln der Arbeitsaufsichtsbehörde gelten. Alle sonstigen Arbeiten auf dem Wasser sind nach den Bestimmungen des Seefahrtamts geregelt.

Im Zusammenhang mit einem Bauprojekt nahe dem Wasser oder auf See und zur Vorbereitung eines solchen Projekts müssen Sie u.a.:

  • Beschreiben, wie das Projekt die Sicherheit auf See beeinflussen kann (Auffahrt-, Kollisionsrisiko usw.), und beurteilen, wie ein eventuelles Risiko reduziert werden kann.
  • Eine Befragung der Fahrwassernutzer und der zuständigen Behörden durchführen – d.h. Stellungnahme von betroffenen Parteien einholen. Beispielsweise Hafenbehörden, Lotsen, Straßenbauamt, Küstenamt usw.
  • Die Genehmigung des Amtes für Gewässer und Schifffahrt bezüglich der Kennzeichnung eventueller Seezeichen einholen.
  • Die Sichtbarkeit und die gute Kommunikation der Arbeitsfahrzeuge sicher stellen:
    – Dazu gehört auch die Fähigkeit, auf den maritimen VHF-Kanälen zu kommunizieren.
    – Wenn das Fahrzeug unter 12 m lang ist, muss es mit einem Radarreflektor ausgestattet sein.
    – Wenn in einem befahrenen Fahrwasser in einem Fahrzeug, das über 12 m lang ist, gearbeitet wird, muss ein AIS-A Signal (Automatisches IdentifikationsSystemSignal) gesendet werden können.
  •  Spätestens 4 Wochen bevor Sie beginnen, müssen Sie „Informationen für zur See Fahrende“ (EfS) von den Namen der Schiffe und ihren Rufsignalen, von den VHF-Kanälen, auf denen Sie gehört werden können, sowie von den übrigen relevanten Angaben bezüglich der Aktivität in Kenntnis setzen, so dass die zur See Fahrenden von der Aktivität unterrichtet werden können.
  • Spätestens 4 Wochen bevor Sie beginnen, müssen Sie einen Antrag beim Amt für Gewässer und Schifffahrt stellen, wenn das Projekt es erforderlich macht, dass in einem Gebiet vorübergehend Einschränkungen für den Schiffsverkehr gelten.
  • Achten Sie auf besondere Maßnahmen, wenn es in der Umgebung Seekabel oder Rohrleitungen gibt.

Beachten, dass verschiedene Anforderungen an die Sicherheitsausrüstung gestellt werden, je nachdem, welche Art der Fahrzeuge man verwendet.

Wenn das Risiko des Ertrinkens besteht, gelten spezielle Anforderungen für die Planung. Bevor die Arbeit beginnt, muss Folgendes durchgeführt werden:

  • Der Arbeitgeber muss eine Beurteilung der Arbeit mit Maßnahmen (Arbeitsplan) vornehmen, so dass die Arbeit in angemessener Weise ausgeführt werden kann.
  • Die Montage von Elementen gilt dann als gefährliche Arbeit, bei der der Bauherr einen Sicherheits- und Gesundheitsplan (SiGe-Plan) anfertigen muss, wenn mehr als ein Arbeitgeber gleichzeitig auf der Baustelle tätig sind.

Normalerweise wird verlangt, dass die erforderliche Rettungsausrüstung vorhanden ist, und es kann notwendig sein, während der Arbeit eine Rettungsweste zu tragen. Dort, wo es möglich ist, sind kollektive Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wie z.B. Geländer u.ä.

Die Planung der Aufgabe soll gefährliche Arbeitsprozesse verhindern. Ist das nicht möglich, müssen an der Lösung der Aufgabe immer mehrere Personen zusammen arbeiten, so dass niemand allein arbeitet.

Arbeit auf See

Personen, die auf See arbeiten, sind von der mitgebrachten Ausstattung abhängig und können nicht damit rechnen, dass sie von Land aus Hilfe erhalten. Wind und Witterungsverhältnisse müssen immer bei der täglichen Planung der Arbeit berücksichtigt werden, so dass gefährliche Situationen vermieden werden können. Eine Möglichkeit kann darin bestehen, die Arbeit ganz oder vorübergehend einzustellen.

Eine untergangssichere Jolle ist obligatorisch auf einer Ramme oder einer Arbeitsfläche, auf der auch maritime VHF-Kanäle sein müssen, die im Unglücksfall verwendet werden kann. Ergänzend können vielleicht Flashsignale o.ä. eingesetzt werden.anlaegsarbejde-ved-vand-kap-4-tysk

Signalraketen sollten bei allen besonders gefährlichen Arbeitsaufgaben zur festen Ausstattung gehören.

Auf allen Fahrzeugen, Flotten und Rammen müssen immer ein Rettungsring mit Leine, ein Rettungshaken sowie ein Feuerlöscher vorhanden sein. Es muss auch eine Leiter vorhanden sein, so dass Personen, die über Bord gefallen sind, wieder hinaufkommen können.

Alle Personen an Bord müssen eine Einweisung in die Verwendung der Rettungsausstattung erhalten haben.

Rettungsweste und Erste Hilfe

Alle Personen an Bord müssen eine Rettungsweste tragen.

Bitte beurteilen Sie, ob es nötig ist, einen Schutzanzug zu tragen, um eine Unterkühlung des Körpers zu vermeiden.

An Bord muss ein Erste-Hilfe-Kasten vorhanden sein, der u.a. eine Schlinge enthalten muss, der verwendet werden kann, wenn bei Arm- und Beinverletzungen die Gefahr eines starken Blutverlustes besteht.

Mindestens eine Person je Arbeitsteam muss in Erster Hilfe, d.h. im Stillen von Blutungen und in künstlicher Beatmung, geschult sein.