Ergonomie

Wenn man die Arbeit richtig plant, kann man das Risiko von Rückenschäden und anderen Schäden an Muskeln und Knochen minimieren, indem man es u.a. vermeidet, schwer zu heben und unzweckmäßige Arbeitshaltungen einzunehmen.

Planung betrifft insbesondere drei Dinge:

  • Der Arbeitsplatz muss so eingerichtet werden, dass er zu dem jeweiligen Mitarbeiter passt.
  • Maschinen und Arbeitsgeräte müssen sowohl zu der Arbeit als auch zu der Person passen, die die Arbeit durchführen soll.
  • Verwenden Sie ergonomisch gestaltete Geräte, Werkzeuge und technische Hilfsmittel. Das erhöht die Sicherheit und verringert die Schäden. Weitere Informationen finden Sie auf www.bygergo.dk.

Rückenschäden und andere Schäden an Muskeln, Gliedern und Knochen werden zusammenfassend als Schäden am Bewegungsapparat bezeichnet.

Risiko bezüglich Rückenschäden und sonstigen Schäden am Bewegungsapparat

Schweres Heben, schlechte Arbeitshaltungen und einseitig belastende Arbeit sind die häufigsten Ursachen für Rückenschäden und andere Schäden am Bewegungsapparat. Das zeigt die Statistik bezüglich Meldungen an die Arbeitsaufsichtsbehörde.

Schweres Heben
Schweres Heben kann zu Verschleiß und Beschwerden in Muskeln, Sehnen und Gliedern – insbesondere im Rücken – führen. Stoßen oder Ziehen kann zu den gleichen Beschwerden führen. Besonders plötzliche oder große Belastungen können ebenfalls akute Schäden verursachen.

Schlechte Arbeitsstellungen
Schlechte Arbeitshaltungen und falsche Bewegungen können zu Myosen, Arthrose und anderen Problemen in Muskeln, Sehnen und Gliedern führen. Myosen und Infiltrationen im Nacken und in den Schultern entstehen oft bei Arbeiten, bei denen die Arme sich oberhalb der Schulterhöhe befinden, bei Arbeiten ohne
Bewegung sowie bei Arbeiten, bei denen der Nacken lange nach vorne gebeugt wird.

Fliesenleger, Pflasterer und andere, die häufig kniend arbeiten, haben ein größeres Risiko, an Arthrose zu erkranken als andere. Wenn man in der gleichen Arbeitshaltung steht oder unbeweglich sitzt, belastet dies den Kreislauf, und man läuft Gefahr, dass sich Flüssigkeit in den Beinen ansammelt.

Einseitig wiederholte Arbeiten
Gleichartige Bewegungen, die oft im Laufe des Tages wiederholt werden, erhöhen das Schadensrisiko.

Sehnenscheidenentzündung und Schmerzen in Schultern, Ellbogen und Handgelenken sind typische Folgen von Arbeiten mit wiederholten und schnellen Bewegungen oder von Arbeiten, bei denen viel Kraft aufgewendet wird.
Die Folge kann auch ein chronisches Leiden sein – z.B. in Form von erhöhtem Blutdruck.

Schwere Arbeit
Schwere Arbeit kann zu akuten Schäden und Arthrose in den Gliedern des Körpers führen. Hüften und Knie sind besonders gefährdet, wenn man mehrere Jahre lang schwere Arbeit geleistet hat.

Die übermäßige Belastung von Muskeln, Gliedern und Knochen zeigt sich zunächst darin, dass man müde wird und der Körper schmerzt, wobei die Schmerzen abnehmen, wenn man eine Pause macht.

Wenn die Pause nicht lang genug ist, halten die Beschwerden immer länger an, und es wird schwieriger, seine Arbeit zu tun. Man muss sich von einem Arzt oder einem Physiotherapeuten behandeln lassen.

Längerfristig besteht die Gefahr, dass es zu chronischen Schäden und Verschleiß kommt. Oft kann man die eigentlichen Veränderungen erst recht spät auf Röntgenbildern oder Scannings sehen.
Äußere Faktoren wie Kälte, Luftzug und Erschütterungen wirken oft verstärkend auf die genannten Einflüsse ein.